Illustration - Smartphone

Über die Digitalstrategie

Unsere Leuchtturmprojekte

Digitale Vorhaben mit Signalwirkung: Jedes Ressort der Bundesregierung hat für die Digitalstrategie mindestens ein Projekt beigesteuert. Bis 2025 wollen wir sie umsetzen. Hier folgen die 18 digitalen Leuchtturmprojekte, geordnet nach Themen.

Daten und Infrastruktur

Ökosystem für Mobilitätsdaten (BMDV)

Durch Verknüpfung von Mobility Data Space (MDS) und Mobilithek wird der Aufbau eines zukunftsgerichteten Mobilitätsdatenökosystems unterstützt. Dies verbessert die Verfügbarkeit von Mobilitätsdaten, schafft die Grundlage für digitale Anwendungen und innovative Geschäftsmodelle im Mobilitätssektor und darüber hinaus und stärkt die Entwicklung neuer datenbasierter Mobilitätslösungen.

Connected Urban Twins (BMWSB)

Urbane Digitale Zwillinge bündeln vielfältige Daten zu einem realitätsnahen, digitalen Abbild der Stadt. Durch Visualisierung und Simulation werden komplexe Zusammenhänge besser nachvollziehbar. Das eröffnet neue Möglichkeiten zur Beteiligung der Gesellschaft und schafft eine fundierte Basis für Entscheidungen in der Stadtentwicklung. Das Programm Smart Cities Modellprojekte fördert solche digitalen Lösungen und stärkt die Vernetzung und den Wissenstransfer zwischen Kommunen.

Verwaltung und Gesellschaft

Ökosystem digitale Identitäten (BMI)

Digitale Identitäten ermöglichen Bürgerinnen und Bürgern die Speicherung ihres Online-Ausweises und weiterer Nachweise (z. B. Führerschein) direkt auf dem Smartphone. Bürger können sich online bei der Inanspruchnahme von digitalen Verwaltungsleistungen identifizieren/ authentifizieren und Nachrichten der Verwaltung rechtssicher im integrierten Postfach empfangen. Bereit gestellte staatliche digitale Identitäten werden in die BundID eingebunden. Zukünftig soll die BundID im Rahmen einer App auch für mobile Endgeräte nutzerfreundlich verfügbar gemacht werden.

Elektronische Patientenakte ePA (BMG)

Mit der ePA als Herzstück digital vernetzter Gesundheitsversorgung werden die bislang an verschiedenen Stellen (z.B. Praxen und Krankenhäuser) existierenden bzw. entstehenden Patientendaten digital integriert. Durch die Möglichkeit der freiwilligen Datenfreigabe wird auch die Forschung und damit die gesamte Gesellschaft im Sinne einer verbesserten Gesundheitsversorgung von der Nutzung der Daten profitieren.

Nationale Online-Weiterbildungsplattform NOW! (BMAS)

Die Plattform ermöglicht es Interessierten, leichter passende Weiterbildungen und Fördermöglichkeiten zu finden und so neue Kompetenzen für die digitale Transformation zu erwerben. Unternehmen werden dabei unterstützt, passende Angebote zu finden, um die Qualifizierungsbedarfe ihrer Beschäftigten zu decken und sich so zukunftssicher aufzustellen. Die Umsetzung erfolgt über die Bundesagentur für Arbeit.

Digitaler Bildungsraum – Nationale Bildungsplattform NBP (BMBF)

Die NBP wird Bildungseinrichtungen, -anbieter und Content-Produzenten zu einem interoperablen, barrierefreien Bildungs-Ökosystem verbinden, das die Datensouveränität aller Beteiligten gewährleistet. Grundlage dafür ist der gemeinsame Datenraum Bildung und Kompetenzen (auch: GAIA-X, Domäne Bildung) mit gemeinsamen Standards, Formaten und interoperablen Strukturen. Mit einem einzigen Login sollen sich Nutzer im digitalen Bildungsraum bewegen und ihre Daten jederzeit unter Kontrolle haben können.

Civic Innovation Platform (BMAS)

Die Initiative „Civic Coding ‒ Innovationsnetz KI für das Gemeinwohl“ stärkt Daten- und KI-Kompetenzen der Zivilgesellschaft und bündelt ressortübergreifend Förderprogramme und Unterstützungsmaßnahmen. Durch Plattformen und Begegnungsräume wie der Civic Innovation Platform (Infrastrukturprojekt und Kernbestandteil der gemeinsamen Initiative Civic Coding) und den KI-Ideenwerkstätten für Umweltschutz wird die gesellschaftliche Vernetzung unterstützt und die Erprobung digitaler Technologien ermöglicht. Darüber hinaus unterstützt das Civic Data Lab zivilgesellschaftliche Organisationen bei der Schaffung gemeinwohlorientierter Datenräume.

Digitale Familienassistenten (BMFSFJ)

Die Innovative Informationsplattform rund um Familienleistungen ist Vorreiter für ein modernes Informationsangebot der Bundesregierung. Er entlastet die Bürgerinnen und Bürger gezielt davon, selbst suchen zu müssen, auf welche Leistungen sie Anspruch haben könnten und die dafür notwendigen Nachweise zu beschaffen. Die Erfahrungen mit der Umsetzung können auch anderen Assistenzsystem-Vorhaben als Blaupause dienen.

Datenraum Kultur (BKM)

Für einen Datenraum Kultur soll eine überregionale IT-Infrastruktur eingerichtet werden, die einen dezentralen, sicheren und selbstbestimmten Datenaustausch im Kulturbereich ermöglicht. So sollen für Nutzerinnen und Nutzer u.a. Kulturdaten mit Mobilitätsdaten in Echtzeit verknüpft werden. Zusätzlich werden durch eine erleichterte Verfügbarkeit und die Vernetzung von Kulturdaten digital basierte Angebote und Geschäftsmodelle entstehen.

Digitalisierte Justiz – für mehr Effizienz und leichteren Zugang zum Recht (BMJ)

Der Digitalpakt Justiz umfasst die Schaffung eines Portals mit verlässlichen Informationen über die Möglichkeiten, seine Rechte geltend zu machen und einem Online-Tool zur Klageerhebung. Er ermöglicht die vollständig digitale Durchführung von Gerichtsverfahren mit Zeugenvernehmung per Videokonferenz und digitaler Urteilsübermittlung.

Einfach und sicher spenden! – digitales Zuwendungsempfängerregister (BMF)

Ziel ist die vollständige Digitalisierung eines Spendennachweisverfahrens (Abschaffung Spendenquittung) für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen, die an gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Organisationen oder Parteien spenden wollen. Dies umfasst den Aufbau eines Zuwendungsempfängerregisters, die Entwicklung einer App, die sicherstellt, dass das gespendete Geld tatsächlich an der gewünschten Stelle ankommt und die Spende vom Finanzamt der Einkommensteuererklärung steuermindernd berücksichtigt wird. Das Projekt ist ein Angebot zur Unterstützung ehrenamtlichen Engagements.

Wirtschaft und Künstliche Intelligenz

Zentrum für vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz (BMUV)

Der Ausbau des ZVKI stärkt die Verbrauchersouveränität durch Aufklärung über KI und algorithmische Systeme. Es soll ein Ort der Debatte für gesellschaftliche Fragen zum Umgang mit KI werden und die Entwicklung eines freiwilligen Zertifizierungsschemas für vertrauenswürdige KI-Anwendungen unterstützen.

KIKStart - KI für KMU und Start-ups (BMWK)

Die Kombination von Förderprogrammen unterstützt KMU und Start-Ups bei der Entwicklung von Daten- und KI-Anwendungen. Nachfrageseitig sollen technologische Eintrittshürden gesenkt und die breite Nutzung von KI- und Datenanwendungen im Mittelstand gestärkt werden. Angebotsseitig werden insbesondere Start-ups bei der Entwicklung von Daten- und KI-Anwendungen gefördert. Speziell zugeschnittene Matchmaking-Programme helfen beim Aufbau sektorenübergreifender Datenräume.

Wirtschaft und Nachhaltigkeit

SynErgie – energieflexible Industrie (BMBF)

Ein bisher vernachlässigter Baustein der Energiewende ist eine intelligente, digital automatisierte Steuerung der Energienachfrage in der Industrie. Über das Projekt SynErgie und die Entwicklung eines Datenraumes für nachhaltige Energie- und Ressourcennutzung werden Grundlagen für Energiemanagement, Stromnetzstabilisierung, Cyber Security, automatisierte Vermarktung und automatisierte Produktionsplanung geschaffen – eine wichtige Voraussetzung für die verlässliche und günstige Versorgung mit klimaneutraler Energie. Die Ergebnisse sind auf alle Branchen übertragbar.

Nachhaltige Digitalisierung in Landwirtschaft und ländlichen Räumen (BMEL)

Ziel ist es, Ressourcen effizienter einzusetzen, tiergerechter zu wirtschaften, hochwertige Lebensmittel nachhaltig zu produzieren, Arbeitsprozesse zu erleichtern und die Wertschöpfung in ländlichen Räumen zu fördern. Hierzu werden auf Experimentierfeldern in modellhaften Zukunftsregionen die Erprobung und Entwicklung digitaler Anwendungen gefördert. Zentrale Bestandteile sind die übergreifende Vernetzung und ein breites Beratungsangebot für Landwirtinnen und Verbraucher. Die Bandbreite reicht von der Erarbeitung von Forschungsergebnissen bis zum praxisnahen Wissenstransfer.

Sicherheit, Internationales und Außenpolitik

Digitales Gefechtsfeld (BMVG)

Mit der „Digitalen Transformation der Streitkräfte“ wird die Durchsetzungsfähigkeit der Streitkräfte auf dem digitalisierten Gefechtsfeld gestärkt. KI bietet die Möglichkeit einer weitgehend automatisierten Überwachung, um bereits im Vorfeld einer Krise das Ausmaß der möglichen Bedrohung besser abschätzen und im Konfliktfall wirkungsvoll und schnell reagieren zu können. Überwachung und Aufklärung werden so ressourcenschonender und weniger gefährlich.

Digitale und sichere Geheimkommunikation für Regierung und Unternehmen (AA)

Die Plattform zum digitalen Datenaustauschsystem für ressortübergreifende VS-Kommunikation (R-VSK) trägt dazu bei, bürokratische Prozesse effizienter zu gestalten. Sie dient dem Informationsaustausch mit internationalen Organisationen (I-VSK) und Firmen mit sehr hohem Schutzbedarf (F-VSK). Sie ist Standardisierungstreiber innerhalb der NATO.

GovStack - Digitale Verwaltungsdienstleistungen nach dem Baukastenprinzip (BMZ)

Die Initiative im VN-Rahmen stärkt weltweit digitale Souveränität und Eigenverantwortung von Regierungen für E-Government-Lösungen. Digitale Bausteine auf Open Source-Basis lassen sich nach Bedarf anpassen, kombinieren und skalieren. Durch Einbindung von Zivilgesellschaft und Wissenschaft werden Menschenrechtsrisiken verringert. Dabei orientiert sich GovStack an europäischen Standards und bezieht europäische Unternehmen ein.