Bühnenbild - Frau mit Brille und Hochhaus

Vernetzte Gesellschaft

Wir wollen mit digitaler Hilfe nachhaltiger und wirtschaftlicher bauen

Unsere Städte und der ländliche Raum müssen klimaverträglicher werden. Mit digitalen Simulationen und Methoden schaffen wir die Stadt- und Raumentwicklung der Zukunft – und Bürgerinnen und Bürger können sich beteiligen.

Die Ziele: Digitalisierte Stadtplanung macht unsere Städte lebenswerter


Die Stadtverwaltung hat Lisa ins Rathaus eingeladen. Ihre Stadt will nachhaltig und klimaverträglich werden, und möchte auf diesem Weg die Bürger beteiligen. Die sehr heißen Sommer und der Starkregen der vergangenen Jahre haben allen klargemacht, dass ihre Stadt mehr grüne Schattenplätze und Schutz gegen Überschwemmungen braucht.

Und so pflanzt Lisa gerade Bäume in ihrer Straße. Allerdings noch keine echten, sondern zunächst virtuelle – in der digitalen Simulation ihrer Stadt. Fachleute nennen diese Simulation einen Stadt-Zwilling: Connected Urban Twins. Lisa steht vor einem großen Touchscreen, auf dem sie die gesamte Stadt als 3-D-Modell überblickt. Sie diskutiert mit Nachbarinnen und Nachbarn sowie regionalen Baufirmen, wo Stadtbäume gepflanzt werden sollten.

Mithilfe von solchen digitalen Simulationen wird Stadtplanung greifbar. Und ganzheitlich, weil auch Laien sich beteiligen, neue Maßnahmen anstoßen und beschleunigen können. Denn Stadtplanerinnen und Stadtplaner haben zwar den professionellen Blick aufs große Ganze, doch Lisa kann ihre ganz persönlichen Erfahrungen als Anwohnerin einbringen. Für diesen sogenannten Smart-City-Ansatz gibt es in Deutschland bereits heute Modellprojekte, etwa in Hamburg. Wir wollen, dass alle Kommunen bundesweit Seite an Seite mit den Menschen planen.

Die Wege: Wir vereinheitlichen und digitalisieren das Bauwesen 

Die Bundesregierung liefert den Kommunen dafür einheitliche Werkzeuge: Ein Smart-City-Kompetenzzentrum wird sie effektiv unterstützen. Darüber werden sich Städte und Gemeinden auch untereinander besser vernetzen und Erfahrungen austauschen können.  

Die Methode Building Information Modelling (BIM) ermöglicht darüber hinaus eine effizientere Planung und einen wirtschaftlicheren Bau von neuen Gebäuden. Alle Mitwirkenden können unkompliziert auf alle Informationen zugreifen, denn sie liegen in der Cloud – also einem Speicherplatz, auf den man über das Internet zugreift. So können Stadtplanerinnen und Stadtplaner, Bauleitung sowie Architektinnen und Architekten in digitalen Simulationen untersuchen, wie nachhaltig und klimaverträglich ihre Gebäude sein werden. Fehler in der Planung, die früher erst Jahre nach Fertigstellung sichtbar wurden, können sie bereits verhindern, bevor der erste Bagger rollt.  

Mit dem BIM-Portal schaffen wir eine digitale Plattform, die die BIM-Methode als Standard für Bau- und Infrastrukturvorhaben etabliert. Und mit „BIM Deutschland - Zentrum für die Digitalisierung des Bauwesens wächst eine zentrale und beratende Anlaufstelle, die auch die Entwicklung nationaler und internationaler Standards unterstützt. 

Die Umsetzung: Smart-City-Kompetenzzentrum und BIM-Portal 

2025 soll in Deutschland:

  1. BIM ein Standardwerkzeug sein für Planung, Bau und Betrieb von Bau- und Infrastrukturprojekten– ein Vorbild auch für private Bauvorhaben. 

  2. für Bauprojekte des Bundes mindestens eine Plattform etabliert sein, die den Austausch aller Beteiligten über die Cloud ermöglicht. 

  3. das BIM-Portal des Bundes für Verkehrsprojekte und digitale Zwillinge für Infrastrukturmaßnahmen genutzt werden. 

  4. die Stadtentwicklung insgesamt von innovativen und digitalen Lösungen der Smart City-Modellprojekte profitieren und ein Smart-City-Kompetenzzentrum die Kommunen beim digitalen Wandel unterstützen.

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